Das postpubertäre Tagebuch zieht um!

… und ihr hoffentlich mit ihm. Halt macht ihr in Zukunft dann bitte bei blog.feez.xyz – ohne www, that’s the future baby. Dieser Post richtet sich insbesondere an all diejenigen, die den Blog direkt in WordPress.com oder per Newsletter verfolgen. Im Idealfall sollte euer Abonnement die Tage automatisch auf die neue Adresse übertragen werden. Dies scheint leider die tatsächliche Arbeit eines Angestellte zu benötigen (sowas gibt es noch?).

Ob ich die Integration mit WordPress.com und den daran gebunden Newsletter auf Dauer aufrecht erhalten werde, ist unsicher. Zur technischen Umsetzung musste ich dafür ein Plugin (Jetpack by Automattic) auf meinem nun selbst betriebenen Blog installieren, das sich um die Kommunikation mit dem Freemium Dienst WordPress.com kümmert. Was letztlich dazu führt, dass wir weiterhin an diesen Dienst gebunden sind. Ich aber wollte diesen verlassen, cause the users are their capital, ihr kennt das. Und außerdem zahle ich für die neue Domain und den Webspace bei den exzellenten ubernauten, da will ich auch etwas Unabhängigkeit.

Ansonsten habe ich weiterhin vor, den ein oder anderen Punkt meines Zehnjahresplans abzuhaken. Das Zeitfenster ist ja durchaus großzügig und selbst der Realsozialismus hat in 10 Jahren mehr zu Stande gebracht, als ich es mit meinem Geschreibsel je tun werde.

Da ich gerade die letzten Zeichen der letzten Seminararbeit für diesen Sommer gesetzt habe, könnte ich hier auch mal etwas akademisches veröffentlichen …

stay strong – even on tuesday. und erzähl deinen freund_innen von diesem blog, wenn du magst ;)

Kurt Cobain – Montage of Heck (ein kinobesuch)

Glück hatte ich mit der Dokumentation zu Kurt Cobains Leben nicht gerade: Drei Anläufe hat es gebraucht, bis auf der Leinwand des Gartenbaukinos auch wirklich besagter Streifen flimmerte. Schuld an dieser Misere war meine Schusseligkeit und der Filmverleih, also will ich hier dem Kino keinen Vorwurf machen. Dafür bin ich auch zu sehr in das Gartenbau am Stadtpark verliebt <3.
Meine Spotify-Playlist mit allen Nirvana-Songs höre ich mindestens einmal die Woche, dementsprechend groß war mein Interesse an der Dokumentation über die Generation-X ™ Ikone Cobain. Dafür schwing ich mich auch dreimal aufs Rad.

Regisseur Brett Morgan, der den Film (imdb-link) für HBO produziert hat, wollte ein emotional intensives Portrait des amerikanischen Superstars drehen. Wie er in einem auffallend scripted Interview nach den Credits klarmacht, sollte der Fokus dabei möglichst nah an Kurt selbst und seinen wichtigsten Angehörigen verweilen. Den Popstar wolle er auch als solchen präsentieren, eben als von Fans vergötterte Kunstfigur. Nur sei Cobains Kunst vor allem durch Authentizität bestimmt, Figur und Darsteller verschmelzen zunehmend. Entsprechend ist für die Dokumentation jedes Detail seines Lebens relevant, Abgründe im Privaten des Künstlers in gleichem Maße wie die Bühnenshow.
Die Darstellung des Blondschopfs liegt damit irgendwo zwischen Universal-Genie und white-trash weirdo von nebenan.

Wenn ich an Dokus zu verstorbener Künstler_innen denke, habe ich das Bild unzähliger Köpfe vor Augen, die vor der Kamera eine nicht erfassbare Flut an Details über die behandelte Person ausschütten. Das ist bei der montage of heck glücklicherweise nicht der Fall. Es kommt nur eine winzige Anzahl an Personen zu Wort: Vater Donald und Stiefmutter Jenny, seine Schwester Kimberly, seine erste Freundin & Lebenspartnerin Tracey Marander sowie Lebenspartnerin Courtney Love und sein Bandkollege Krist Novoselic. Diese enge Auswahl war für mich vollkommend ausreichend, die Interviewpartner_innen erfüllen ihre Rolle als authentische Zeugen von Kurts Privatleben.

Wie Morgan im Interview klarmacht, gibt es einen überaus ergiebigen Nachlass von Kurt Cobain. Aufbewahrt in ein paar Kisten in irgendeinem Storage-Room. Im Film kommt eine Vielzahl an unveröffentlichten Audio-Aufnahmen und Home-Movies zum Einsatz. Darunter die „Montage of Heck“, eine vom Musiker selbst produzierte Mediencollage zum status quo der 90er Jahre, die Morgan als wichtigste Inspirationsquelle nennt. Der multimediale Charakter der Dokumentation selbst wird durch die Animationssequenzen von Chris Mouw verstärkt, die in ihrem malerischen Stil und liebevollen Details zu begeistern wissen.

Morgans Medien-Komposition kommt auf eine Laufzeit von fast 3 Stunden und angesichts des kurzen Lebens Cobains und den nicht allzu komplexen Stationen seines Lebens könnte es schnell fad werden. Der Regisseur bringt deshalb schweres Geschütz gegen die drohende Langweile in Anschlag: Die Sound-Kulisse ist laut und schmerzt mehrmals in den Ohren. Die grobschlächtigsten Parts des Repertoires von Nirvana dienen in voller Lautstärke als Weckruf. Der Lebenslauf Cobains passt zudem gut auf die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums: Seine emotionale Wucht baut der Film langsam auf, der frühen Kindheit Cobains samt der schweren Zerrüttung mit seiner Familie wird viel screentime gewährt. Für eine solch ausgiebige Schilderung ist man als Zuschauer_in in den ersten 45 Minuten noch aufmerksam genug. Und was sich nicht über Privataufnahmen und Interviews erläutern lässt, wird aufwendig animiert. And it really looks amazing.

Dann wird es heftig. Nirvana ist plötzlich berühmt, die Revolverpresse stürzt sich insbesondere auf den Frontmann der Band. Dieser findet sich mit schwerer Depression und Angsstörung im Rampenlicht der gesamten Popwelt wieder. Der Kultur-Industrie will er sein großes FUCKK OFF entgegenrufen, aber gleichzeitig auch von ihren Rum kosten. Denn auf der Bühne vor tausenden Menschen rücken die Minderwertigkeitskomplexe für einen kurzen Zeitraum in den Hintergrund.

Off-stage mündet das Rockstar-Dasein in Heroinsucht und Selbstzerstörung. gelentes #klischee oder ein Leben, das zum Klischee wurde? Mit dem Zusammenkommen von Courtney und Kurt nimmt die Menge an Home-Movies stark zu. Und da gibt es sehr explizite Aufnahmen zu sehen. In diesem Sinne auch eine Warnung an all jene, die keinen Bock auf H-Junks im tiefen Matsch ihrer Räusche und come-downs haben.

Als dann Tochter Frances geboren wird, erreicht die Krise des Paares sowie der Film seinen Höhepunkt. Kurt und Courtney, die high mindestens so unbeholfen wirken, wie ihr Baby. Ein großer Medienskandal. Kurts wohl gar nicht so irrationale Angst, sein Kind durch Zufall irgendwo tot aufzufinden. Der Selbstmord kommt plötzlich, Blende auf Schwarz, danach die Credits.

Im Rahmen des eigenen Anspruchs ist die Montage of Heck ein mitreißender, empfehlenswerter Film. Trotz der unterhaltsamen Darstellung gibt es aber deutliche Längen. Irgendwann hatte ich schlichtweg verstanden, dass Kurt hier als überfordertes Normalo-Genie mit einer sehr emotionalen Beziehung zu seiner Kunst dargestellt wird. Es fehlte an neuen Impulsen, die dieses Bild um neue Aspekte erweitern würden.
Insbesondere die Nachdenklichkeit Kurts wird zu oft beschrieben. Die ersten fünf Minuten sind dafür symptomatisch und leider gar peinlich berührend: In der Beschreibung von Kurts Schwester Kim erscheint dieser als intellektueller Überflieger, weil er nämlich im Wortsinn „ständig über irgendetwas nachdenkt“. Der Grundsatz Descartes („Cogito ergo sum“) trifft sicher auf Kurt Cobain zu – nur eben auch auf alle anderen der 6,8 Milliarden Menschen.

Hast du den Film auch gesehen? Würde mich über deinen Eindruck freuen :).

Minze (#sommer)

Bald ist wieder Sommer.
Und das ist nicht die hook des Sommerhits 2015.
Ich kann „Sommer“ so schmachtend sagen, dass das Wort eine ungeheuerliche Kraft entwickelt, Kopfkino auslöst. Es gibt Menschen, die leben nur für diese Jahreszeit, ‚cause they have to follow the sun. Zumindest bis zum Badeweiher oder zur nächsten Boombox. Aber ebenso, wie es irgendwo immer 4 ist, hat es irgendwo auch immer Badewetter. Doch was wäre der Sommer, wenn wir nicht auf ihn warten müssten? Ein Löffel Speiseeis, das nicht auf der Zunge zerfließt?

Mir bereitet der Sommer ein schlechtes Gewissen. Es schickt sich nicht, im Zimmereck unter einer ranzigen Decke Schutz zu suchen. Das Sommererwachen is a call of duty, raus mit dir! Als ob es so entscheidend wäre, auf welcher Seite des Spritzbetons man nun sitzt. Das Display des iPhones lässt sich bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings kaum ablesen, vielleicht treibt das die Menschen wieder rein. Ich knüpfe meine Hoffnung daran.

Was den Sommer doch attraktiver macht als ein Selfie auf Facebook, ist das Gefühl der anhaltenden Wärme, die man am Ende ganz vergisst. Habe ich jemals mehr getragen, als diese Shorts und das Crop-Top? Die restlichen 8 Monate muss man Vodka trinken, mit Freunden abhängen oder ein Bett aufsuchen. Immer Sommer dagegen Wärme für lau. Und eigentlich immer zu kurz, ist er doch verdammt lang, der Sommer. Für einen großen Anlass scheißen wir auf Spätschicht, Hausarbeit und Wändestarren – aber nur für diese eine Nacht. Der Sommer hingegen scheint ewig, eine ewige Ausrede, so als könnten wir mit 30 Grad im Schatten jeden Diebstahl rechtfertigen und vielleicht eine Revolution ausrufen. Er ist wie Rummelplatz, Gegenwelt zur Fabrik, nur über Wochen und Wochen hinweg. Auch wenn kein bisschen Utopia entsteht, morgen besteht noch Hoffnung, übermorgen ebenso und überübermorgen ist auch noch ein Tag. Die unbezahlte Miete erscheint nur als schlappes Minzblatt in einem leergeschlürften Mojito. In einem von vielen, vielen Mojitos.

Der Sommer ist subversiv. Wir schuften, um Urlaub zu haben. Arbeitskolonnen plakatieren ganz Wien, um Urlaub zu zeigen. Aber wer sein zweites Radler am Donaukanal zischt, gibt nen feuchten Kehricht auf Fly-Niki und die Litfaßsäulen mit der Becks-Gold Werbung. Und doch können wir nur dort sitzen, die Füße überm Wasser baumelnd, weil wir sehnsüchtig an das Piratenschiff mit den glücklichen Hipstern und ihren goldgelben Bieren denken. Manisch ersetzen wir diese vorgefertigten Bilder durch unsere eigenen, überschreiben den image junk. Aber irgendein deppertes Lächen auf irgendeinem weißen Gesicht an einem kasgelben Strand bleibt doch zurück. Wir müssen es anstarren, wir müssen weiterstreben, es nochmal durch verschmiertes Make-Up nähe Budapest auf einem Tretboot mit chilli con carne ersetzen.

Lenin würde sagen, der Sommer ist konterrevolutionär, aber unlösbar. Ins Gulag kann man ihn nicht stecken, dafür ist es in Sibirien zu kalt.

Momentaufnahme #0014 – Zehnjahresplan fürs Gekritzel

Um die schlechten Gewohnheiten durch Gute zu ersetzen, musst du dich jeden Tag dazu zwingen. So ist es auch mit dem Eheleben, habe ich gestern im Lifestyle-Magazin der katholischen Studentenschaft gelernt. Nach einem kurzen business-Loch hier im Tagebuch geht es nun also weiter.

Meine Damen und Herren, sie erwartet vielleicht so einiges. Es gab hier meiner Erinnerung nach noch keine Liste. Und weil das im Internet ja immer am meisten clicks generiert, hier nun meine Aufzählung von Schreib-Ideen für das Sommerloch. At the very least 10 posts that will change ur life – forever and ever:

– Virtueller Umzug in ein anderes Cyber-Grätzel. Schon lange habe ich mit einem selbst betriebenen Blog auf einem angemieteten Webspace samt eigener Domain geliebäugelt. Jetzt ist endlich zeit dafür und ich will auf kurz oder lang zu den ubernauten nach uberspace.com umziehen. Vielleicht wird daraus auch eine kurze Reportage, die euch dabei helfen könnte, es mir gleich zu tun und eure Zeit mit Lesen von Hilfe-Foren zu verbringen.

– Selbstverwaltete soziale Netzwerke: Keiner ist ja so richtig dick mit Facebook und wenn es was tolles gäbe, ja, man würde ja so gern wechseln. ÜBERRASCHUNG! Die Alternativen sind längst hier. Mich findet man schon auf GNU-Social und Diaspora. Und ich werde kurz darüber schreiben, wenn du mir nicht mit einem mention zuvor kommst.

– Habe letztes Wochenende die neue Doku zu Kurt Cobain gesehen, the montage of heck. Die Montage direkt aus der Hölle. Tatsächlich erwartet hier das Publikum ein Feuerwerk an Bildern. Interviews, Animationen, Home-Movies und TV-Berichten. Untermalt mit donnerndem Grunge-Sound aus der Anlage des Gartenbaukinos. Ich werde meine Gefühle zum neuen Ikonen-Film sehr bald hier niederschreiben. Stay tuned & watch the movie!

– Madame Bovary sucht nach der feurigen Liebe und richtet sich damit zu Grunde. Eine weitere große Leidensgeschichte des Weltkulturerbes ist nun komplett durch meine Finger geflossen und die entstandenen Bilder werden bald hierher, ins Internet, projiziert. Enttäuschte Sehnsucht, da finde ich mich eben wieder.

– Texte aus der Schublade, schon mit Staub bedeckt, erwartet die Entsorgung auf der Müllhalde dieses Blogs. Ihr müsst euch dann durch den Mist wühlen. Starting tomorrow evening. Eine Kurzgeschichte wollte ich auch noch schreiben.

– Wissenschaftliche Textproduktion im Studium. Weitere Abfallprodukte, die ich in meinem Tagebuch upcyclen will. Meine Gedanken auf über 10 Seiten – u have been warned.

– Instagram, Polaroid und DSLR. Ein Bild sagt mehr als 1001 Worte und ist damit zeitsparende Content-Produktion. Wäre also blöd, das auszuschlagen. Nichtssagende Bilder von Vienna and beyond, hier im Internet.

– Habe noch zwei alte Hifi-Boxen und einen Bleigel-Akku hier rumliegen. Ein Freund im 6. Bezirk hat einen Auto-Amp. Daraus bauen wir irgendwann noch eine mobile Anlage für den Park. Ihr könnt dann davor tanzen.

– Erfolgreiche Blogger klauen. Ich bringe kaum zusammenhängende Beiträge zu Stande, also verlinke ich eben auf Klardenker. Neben „fotos und 140 Zeichen“ nun also auch „alles nur geklaut“ als Ergänzung. Veröffentlicht wird, wenn der Einbruch in fremde Rechenzentren gelungen ist.

– Apps, Technik, Cyberspace: Manchmal drücke ich stundenlang bei theverge.com auf F5 und lese einfach alles. Und diese aufgestaute Menge an nicht weiter wichtigen Technik-Geschreibsel wird mal kräftig durch den Assoziations-Wolf gedreht und dann hier unter euch Hungrigen verteilt. Mjam, das wird lecker.

Online-Petition – Antifaschistisches Engagement des Vereins VVN mündet in Überwachung – #beenden

tl;dr (too long, didn’t read): Unterschreibe die Petition gegen die Diffamierung und Überwachung des VVN (Link)!

Eure digitale Unterschrift ist gefragt! Im Verein der Verfolgten des Naziregimes, kurz VVN, organisieren sich zahlreiche Opfer des nationalsozialistischen Deutschlands, die dessen Mord-Industrie gerade noch entkommen konnten. Und deren Unterstützer_innen bzw. Angehörige von Menschen, die weniger Glück hatten. Menschen wie Ester Bejerano und Martin Löwenberg reisen unermüdlich trotz hohem Alter von Stadt zu Stadt, um Menschen über die Urkatastrophe des long 20th century aufzuklären. Und sie machen klar, dass auch 70 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus Neo-Nazistische Kräfte wieder erstarken.

Der bayerische Freistaat als einziger Bundesstaat Deutschlands bzw. das bayerische Innenministerium schätzt diese Bildungsarbeit offensichtlich nicht. Nein, es geht noch viel weiter: Das bayerische Ministerium sieht im VVN eine Bedrohung des deutschen Staates: So führt der Verfassungsschutzbericht den VVN als „linksextremistisch beeinflusst“ und nur ein paar Seiten entfernt von von gewalttätigen rechtsradikalen Kameradschaften. Das ist nicht nur ein unfassbares Armutszeugnis, sondern mündet auch in praktisch vollzogener Repression: Der VVN wird vom Verfassungsschutz überwacht.

Nun gibt es eine Info-Page des VVN zu diesem Skandal und die Möglichkeit, eine Petition zu unterschreiben. Ein no-brainer, da zu unterschreiben. Investiert diese Minute und auch noch eine zweite, um den Link an all eure Freund_innen und Bekannte weiterzugeben!

Antifaschismus ist kein Verbrechen, sondern immer und überall notwendig.

zimmer-24-06-15

Was soll das eigentlich alles sein? Deko? Eine Bilderschau eines Lebens. Wieso sind meine Wände voll mit Filmplakaten? Ich habe all diese 90 Minuten höchstens einmal gesehen, sie haben nichts mit mir zu tun. Der sau schwere, sehr hässliche Computer-Tisch (sowas gab es mal), den schleppe ich seit Anbeginn meiner Jugend mit mir herum. Mensch, wir haben so manches Tief zusammen verbracht. Ich mit meinen Ellenbogen auf deiner Tischplatte, in den Monitor starrend. Starrend. Vielleicht habe ich auch nur zwei Kaffee zu viel getrunken und sträube mich vor wichtigeren Dingen als eine Bestandsaufnahme meines Zimmers.
Alles weghauen, das wäre mal ein Befreiungsschlag. Aber ja alles doch auch brauchbar. Der Duden kommt versandkostenfrei. Auf ebay müsste ich für all das Gerümpel sicher viel Versand bezahlen. Oder von den Käufern verlangen.

denken schauen uhr nacht

sitzen sitzen sitzen blick zu uhr sitzen blick in das
notizbuch sitzen sitzen versuch einen gedanken greifen
schauen schauen nach oben schauen idee sitzen sitzen
verwerfen der idee sitzen sitzen glas anheben schlucken
schlucken schmatzen sitzen schauen nachbar ohne hose
schauen auf hand blaue led blinkt nichts blinkt nichts
nichts blinkt hand greift nach handy tasten druck wake up
call schauen uhrzeit denken denken entsperren schauen
display nachricht ziehen nachricht von dir drücken fenster
springt display schauen lesen lesen schauen nachbar mit
hose schauen lesen denken bedanken gruß morgen früh tasten
druck schlaf display schauen fenster schauen glas anheben
schlucken schauen wasser kanne leer schauen uhr nacht
denken denken aufstehen greifen kanne gehen küche drehen
hahn fließen wasser nehmen kanne füllen füllen spritzen
überlaufen spritzen hahn abdrehen abdrehen kosten kosten
fuck heiß hahn temperatur prüfen prüfen denken zustimmen
füllen füllen spritzen überlaufen spritzen absetzen kanne
gehen zimmer setzen schauen
denken
schauen
uhr
nacht

fotos und 140 zeichen #001

Du dachtest wohl, du bliebest von meinen tweets und instagram-fotos verschont? Pech gehabt, denn ein Ziel dieses Blogs war und ist es, eine zentrale Anlaufstelle für mein gesamtes Online-Leben zu haben.

Hier also einige Fotos und kurze Gedanken aus den letzten 3 Wochen. Retrospektiv, denn oft fehlt mir einfach die Zeit, extra einen Blogpost zu verfassen. Von Vorne nach Hinten:

Asia-Wochen bei Hofer. Geht immer.
Mein Institut zieht in den alten WU-Campus um. „Lernfabrik“ lautet hier das Architektur-Prinzip.

 

Das Stammlokal der Polizeiwache?! Nein, ein Thai-Imbiss ganz ohne Polizist_innen im Speiseraum. Schmalzhofgasse, 1060 Wien.
Leben > Studium. Im Kreisky-Park, Bester.

 

Mein Artikel der (letzten) Woche.
Standbild aus einer Performance, die ich für einen Freund gefilmt habe. Mehr bekommt ihr wohl nie zu sehen.

 

Das neue header-bild des Blogs. Zufällig entstanden, beim Zücken meines Handys. Zufällige Dynamik.
#brokeleinsdorferplatz. 1050, Wien.

 

Schöne Ausgabe, oder? Auch schon fast fertig. Bin leider etwas enttäuscht, liegt aber vielleicht auch an der Übersetzung. No frech here.
Meine 3-Sekunden Internet-Fame auf der Videowall am Campusfest. Oder auch nicht, denn das Festival hat niemanden interessiert.

 

#sommerprojekt: Wir statten zwei alte Hifi-Boxen mit einem Autoverstärker und Bleigelakku aus -> mobile Anlage für den Baggersee. to be continued.
ciao, hasta manana

an meinen kindle

Ja, ich liebe meinen kindle. Hör mich doch, ich mag dich. Kein Buch werde ich mehr anfassen, wo du mir doch alle Werke dieser Welt ins Ohr whisper syncst. Kein Ledereinband übertrifft das matte Finish deiner Hartplastikschale, das Knistern beim Umblättern klingt hohl im Vergleich zum Engels-Klicken deiner Next-Taste. Ich blättere tatsächlich meist nach vorn und deshalb ist es okay, dass dein Previous-Button so mickrig ausfällt. Denn bei dir bin ich einfach Daheim, egal wo ich gerade bin. Deiner Home-Taste sei Dank. Und obwohl dir manchmal der Akku ausgeht, wenn ich wieder mal zu faul bin, in deinen Inhalten zu lesen, so lässt du dich mit einem Micro-USB Kabel leicht wieder aufpäppeln. Nein, ich schmeichle dir nicht nur, weil das Amazon hier womöglich tracked und monitored. Versprochen. Mal ganz davon abgesehen, WELCHEN UNINTERESSANTEN ABENTEUERROMAN MIT GLITZERCOVER WILLST DU MIR ALS NÄCHSTES ANDREHEN, DU NICHTSNUTZIGE RECOMMENDED-LEISTE IN DER KINDLE-APP FOR ANDROID!!!11111!1!1